Krakau – Warschau: Tag 2 / 2

160 km zum 2. – Wege nach und durch Warschau Radler freundlich?

Zunächst erwartete uns vor dem nächsten Husarenritt ein überraschend Husaren freundliches Frühstück. Allerhand wurde aufgetischt, und da wir die ersten waren, konnten wir aus dem Vollen schöpfen: bunte Salate, Pasteten & hiesige Spezialitäten ohne Namen bildeten die nahrhafte Grundlage für den Ritt nach Warschau – und es schmeckte!
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Mit Verlassen des Anwesens haben wir auch erst erkannt wie groß die Stadt Skarzysko-Kamienna tatsächlich war. Wer bei Nacht fährt verpasst immer etwas – in unserem Fall beschränkte sich der Aha-Effekt auf Stadtzentrum & Kirche. Zurück auf der Hauptverbindung ging es dann weiter, vorbei an recht interessanten Sumpflandschaften, aber meist geradeaus. Wir sahen zum ersten Mal Lasermessungen aus dem Handgelenk & Polizeikontrollen. Die fest installierten Blitzer werden sonst 100m vorher angekündigt & funktionieren dann wahrscheinlich sowieso nicht. Wir befuhren weiterhin die Bundesstraße und kamen gut voran. Bei km 60 klimperte bei Uwe verdächtig das Hinterrad: Speichenbruch, aber zum Glück an der dem Ritzel abgewandten Seite.
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Speiche entfernt, deformiertes Rad begutachtet und festgestellt, das diese Masse wohl etwas behutsamer durchs Gelände geführt werden sollte. Dieser Abschnitt tags zuvor sowie die teilweise buckligen Straßen waren wohl der Grund für das frühe Abdanken. Optimistisch gings weiter bis zur nächsten Raststätte, an der die Felge durch die fehlende Speiche entspannt wurde. Das Mittagessen war sicher Raststätten typisch.
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Wir versuchten uns anschließend wieder im Aufspüren von nicht eingezeichneten Autobahnausweichrouten und landeten dermaßen tief im Gestrüpp, dass eine sofortige Rückmeldung unausweichlich gewesen wäre. Dem war aber nicht so: wir fanden wieder auf die Straße zurück und fuhren bis Bialobrzegi , um von dort eine richtige Ausweichroute über Warka zu nehmen und dem Kanal E77 voll mit Autos und LKWs zu entkommen. Das war ansich schon einmal keine schlechte Idee, da wir so auf die Obstanbaugegend Warka aufmerksam wurden.
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Von Fahrwerk schonen konnte schon lange keine Rede mehr sein, halbe Straßenbeläge mit klaffenden Löchern machten das Vorankommen mühsam.
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In Warka füllten wir unsere Vorräte wieder auf und machten uns auf den Zielweg nach Warschau. Eingereiht in den Stoßverkehr erreichten wir 18:00 die ersten Vororte. Von dort aus buchten wir unser Hotel mitten in der Stadt und fuhren dann noch einmal 20km Schutzblech an Stoßstange über die vierspurige Hauptstraßen ins Zentrum. Wie uns später erzählt wurde ist Warschau als Autostadt gebaut worden und Radfahrer ungern gesehene Verkehrsteilnehmer. Mit dem Smartphone in der linken Hand und dem Rad in der rechten navigierten wir uns durch die Autokolonnen zum Hotel nahe dem Kulturpalast.
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Das Hotel eher gehobener Standard, nach 160km gerade recht. Ein Problem waren wieder mal der Verbleib der Räder. Die Optionen, die uns in Aussicht gestellt wurden, fanden wir nicht überragend und schmuggelten uns demnach notgedrungen samt Bikes aufs Zimmer.
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Damit noch nicht genug war es um 0:00 Uhr etwas zu spät für ein angemessenes Abendessen (2 Saunagänge mussten schon sein), sodass wir Nudelsuppe & Nudeln mit dem Gaskocher auf dem Zimmer zubereiteten.
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